Erst vor rund 7.500 Jahren startete im Zentrum Europas die neolithische Revolution, aber noch Jahrtausende lang...

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Erst vor rund 7.500 Jahren startete im Zentrum Europas die neolithische Revolution, aber noch Jahrtausende lang lebte parallel eine Jäger- und Sammlergesellschaft weiter. Lange gab es einen wissenschaftlichen Streit unter den Anthropologen darüber, wie der Siegeszug des Bauerntums sich Bahn brach.

Das Kulturdiffusions-Modell beschreibt den Übergang von der Wildbeutergesellschaft zur bäuerlichen Lebensform durch die Vermittlung von Wissen, das sich durch Nachbarschaften und deren jeweilige Kulturtechnik-Aneignung ausbreitet.

Das andere Modell geht davon aus, dass Gruppen von Zuwanderern den Anbau von Feldfrüchten und die Viehzucht direkt in immer neue Regionen brachten, wo sie sich durch intensiven Kontakt und Vermischung mit der einheimischen Bevölkerung vor Ort durchsetzten. Lokale Jäger und Sammler wurden sozusagen durch gelebtes Vorbild und in der Folge zudem durch Familienbande zu Bauern, die fortan in dörflichen Gemeinschaften lebten.

Die Paläogenetiker haben in den letzten Jahren vielfach belegt, dass das Migrationsmodell stimmt; die frühen Bauern wanderten mit ihrem Vieh und ihren Pflanzen ein und veränderten die Lebenswelt der Einheimischen grundlegend. Zuerst bewiesen die Forscher, dass die ersten mitteleuropäischen Bauern nicht von den dort lebenden Jägern und Sammlern abstammten.
http://www.heise.de/tp/artikel/47/47011/1.html
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