Über fünf Millionen Deutsche sind zwischen 1820 und 1920 allein in die USA ausgewandert.

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Über fünf Millionen Deutsche sind zwischen 1820 und 1920 allein in die USA ausgewandert. In Brasilien haben etwa zehn Prozent aller Einwohner (unter anderem) deutsche Vorfahren. Noch heute sprechen in einigen ländlichen Gegenden Nachfahren hiesiger Auswanderer ein antiquiertes Niederdeutsch (Pomerano) oder einen ebenso altertümlichen hochdeutschen Dialekt (Hunsrück) und feiern absurder Weise eines der größten Oktoberfeste der Welt.

Auch Russland, Kanada, Argentinien und Australien waren zu unterschiedlichen Zeiten Ziel der Auswanderer. Und dann wäre da noch Frankreich, das – heute kaum noch bekannt – viele Deutsche anzog. Bis zum 1870 von Bismarck eingefädelten Überfall der deutschen Staaten auf den westlichen Nachbarn lebten zeitweise bis zu 80.000 Deutsche, meistens Handwerker, in Paris. Zeitweise sollen sie dort im 19. Jahrhundert fast zehn Prozent der Bevölkerung gestellt haben.

Die Gründe, für die Auswanderung waren im wesentlichen die gleichen, die auch heute Millionen Menschen in aller Welt dazu bringt, ihre Heimat, Familie und Freunde zu verlassen: Hungersnöte, bittere, ausweglose Armut, politische Verfolgung, insbesondere nach der gescheiterten Revolution von 1848, große Landverluste in Folge von Sturmfluten (im 17. Jahrhundert), religiöse Diskriminierung.
http://www.heise.de/tp/news/Auswanderungsland-Deutschland-2911684.html
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