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Originally shared by Mirko Lange

"Die Anschläge zeigen nicht, wie gefährlich die Flüchtlinge sind sondern wir schutzbedürftig."

Was in Paris passiert ist mehr als bedrückend. Für mich wird es irgendwie noch viel schlimmer, wenn ich mir vor Augen führe, dass diese Situation für die Menschen in Aleppo und Homs und vielen anderen Städten in Syrien genau die gleiche ist: Man stirbt auf den Straßen seiner Heimatstadt durch Anschläge des IS (und anderer). Und deswegen fliehen die Menschen irgendwann. Weil sie genau das erleben.

Bitte, bitte, bitte, lasst nicht zu, dass das jetzt von der AfD und/oder der CSU und/oder ähnlichen politischen Gruppierungen genutzt wird, um immer weniger human, immer unsozialer gegen Flüchtlinge vorzugehen und uns immer weiter abzuschotten. Wegen der Anschläge in Paris müssen wir nichts gegen Menschen tun, die in ihrer Heimat nicht sicher sind, sondern im Gegenteil mehr für sie. Die Anschläge zeigen nicht, wie gefährlich die Flüchtlinge sind sondern wir schutzbedürftig.

Und wir müssen wegen diese Anschläge auch nichts gegen "den Islam" tun. Denn "der Islam" hat keine Anschläge verübt. Die Grenze ist nicht "Islam" vs. "Christentum", sondern "friedliche Menschen" gegen "Terroristen und Extremisten". Und die Flüchtling leiden selbst darunter. Auch hier gilt: die friedlichen Menschen brauchen Solidarität untereinander. Wir dürfen uns auf keinen Fall gegen den Extremismus extremisieren.

Und bitte erzählt keiner, dass die Terroristen durch die Flüchtlingswellen ins Land kommen. Genau die gibt es ja in Frankreich nicht. Und wie man jetzt hört kamen auch die Täter in Paris nicht mit irgendwelchen Flüchtlingswellen - sie lebten schon länger in Frankreich, wie die im Januar bei Charlie Hebdo.

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