Originally shared by Torsten Kleinz
Die GEMA darf nicht mehr -- wie zuvor die VG Wort - Geld an Verlage ausschütten. Medienpolitik beruhte in Deutschland zu Lange auf einem Konsens des Überflusses. Ich habe seit Ende der Neunziger Jahre Medienkongresse besucht. Damals war der Kampf zwischen Privatfunk und Öffentlich-Rechtlichen. Und die Politik samt allen angeschlossenen Institutionen handelte die Situation immer so aus, dass beide Seiten etwas bekamen.
Simplifiziert ausgedrückt: Die Werbezeiten der ÖR wurden eingeschränkt, dafür gab es halt ein neues Spartenprogramm. Die Verleger bekamen wegen der ganzen Bewegtbild-Konkurrenz die Gesetze die sie wollten, zum Beispiel Ausnahmen für den Datenschutz, die nicht für die Redaktion, sondern für den Vertrieb gemeint waren.
Nun sitzen die Konkurrenten nicht mehr im System, sondern zum Teil draußen. Amazon, Google und Co machen die kleinen Lobbyspielchen, das ständige Geben und Nehmen nicht mit. Und plötzlich kollabieren die vielen kleinen Absprachen, die nicht wirklich im Interesse aller waren, sondern nur eine fragile Balance herstellen sollten.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gema-urteil-alles-geld-den-kreativen-14527620.html
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1 Kommentare:
Heute schon auf Twitter gelesen.
Die goldene Kuh verliert schon mal das Hinterteil.
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